Medienrecht

Unter dem Titel «Geri Müller: Nackt-Selfies aus dem Stadthaus» hatte die Schweiz am Sonntag am 17. August 2014 über einen privaten Online-Chat zwischen Badens Stadtammann Geri Müller und einer jungen Frau berichtet: Müller habe an seinem Arbeitsort und teilweise während der Arbeitszeit Sex-Chats geführt. Eingangs schrieb das Blatt über einen Polizeieinsatz der Stadtpolizei Baden, der zur vorübergehenden Verhaftung der Frau führte. Gemäss zuverlässigen Quellen sei es Müller gewesen, der die Polizei alarmiert habe.

Elmer hatte moniert, dass er in einem Bericht des Internetportals «finews.ch» zu unrecht als «Verräter» und «Datendieb» bezeichnet worden sei. Dazu machte er eine Verletzung von Ziffer 1 (Wahrheit) der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» geltend.

Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat eine Beschwerde gegen einen Beitrag des Konsumentenmagazins Kassensturz von Fernsehen SRF gutgeheissen. Beschwerden gegen die Diskussionssendung Club des gleichen Senders sowie gegen eine Sendung von Temps Présent von Fernsehen RTS wies sie hingegen ab.

Nachdem eine Twitter-Userin ihren Account gelöscht und rechtliche Schritte angekündigt hatte, weil ihr echter Name in Twitter veröffentlicht worden war, publizierte das Internet-Portal «watson.ch» einen Bericht mit dem Titel «Userin weggemobbt: Die Twitter-Schweiz hat den grössten Shitstorm ihrer Geschichte».

Darf sich eine Zeitung auf die Zusicherung der Geschäftsleiterin einer Behindertenwerkstatt verlassen, die bei einer Aufnahme Anwesenden seien mit der Publikation von Bildern einverstanden?